Fördermaßnahmen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund müssen an deren besondere Bildungsvoraussetzungen anknüpfen. Diese liegen insbesondere in einem Alltag, der von mehr als nur einer Sprache bestimmt ist. Schul- und bildungssprachliche Kompetenzen stehen wiederum in einem engen Zusammenhang mit Schulerfolg. Ein Schwerpunkt der Fördermaßnahmen wird entsprechend auf die sprachliche Förderung gelegt, die den besonderen sprachlichen Voraussetzungen Rechnung trägt.
Neben diesen Fördermöglichkeiten, die sich auf die kognitive Entwicklung konzentrieren, geht es aber auch um sozio-emotionale Unterstützung. Jugendliche sollen in ihren Potentialen und Kompetenzen, ihrer Motivation und Handlungsfähigkeit gestärkt werden. Als Ergänzung zur familiären Unterstützung ist dies unter anderem in Mentorenprogrammen der Fall.
- Im Projekt wisniña sind Muliplikatorinnen mit Migrationshintergrund in Schulen und Berufsinformationszentren im Einsatz, um von ihren Erfahrungen in Ausbildung und Beruf, sowie der allgemeinen Ausbildungslage junger Migrantinnen zu berichten. Theodora Leite Stampfli zeigt wie mit Hilfe des Empowerment-Ansatzes junge Migrantinnen beim Übergang zwischen Schule und Beruf unterstützt werden.
- Camilla Grupen stellt das vom Bundespräsidenten ausgezeichnete „Mercator-FörMig-Treff“-Projekt vor, das auf die Verbesserung dér sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund der Grundschulen und Sekundarstufen durch systematischen, außerschulischen Förderunterricht zielt.
- Deniz Akpinar stellt das Mentoring Projekt „Junge Vorbilder“vor, das sich an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund der 9. bis 11. Klasse richtet und das Ziel verfolgt, diese SchülerInnen beim Wechsel auf eine weiterführende Schule bzw. Oberstufe mit Hilfe von MentorInnen zu unterstützen.