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BEITRÄGE

Globalization and Education: The Integration of Immigrant Youth in Europe
by Maurice Crul (weiter)

Resümee der Tagung „Schule mit Migrationshintergrund“
von Ursula Neumann (weiter)

Schule mit Migrationshintergrund. Bildungspolitische Herausforderungen
von Andreas Poltermann (weiter)

Konsequenzen aus Sicht der Wirtschaft: Zur Rolle von Public-Private-Partnerships
von Ekkehard Thümler (weiter)

 
 
DOSSIER Schule mit Migrationshintergrund
Die Politik hat sich lange schwer getan mit entschiedenen Schritten zur Bildungsintegration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Es war neben dem PISA-Schock nicht zuletzt der Druck, den Wirtschaft und Stiftungsinitiativen, gestützt auf wissenschaftliche Expertise, erzeugt haben, der die Politik heute erklären lässt, dass Bildung der Schlüssel zur sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Integration ist. Noch sind die Schritte, die dieser Einsicht folgen müssen, nicht getan; noch ist vielfach unklar, in welche Richtung sie gehen sollten. Um Einsichten, gute Praxis und Engagement für eine kluge Politik zusammen zu bringen, wird es entschieden auf das Zusammenspiel zwischen Politik, wissenschaftlicher Expertise und den verschiedenen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Schulen und Familien ankommen. Welche bildungs- und forschungspolitischen Herausforderungen sich daraus ergeben, erläuterten auf der Konferenz "Schule mit Migrationshintergrund":
  • Maurice Crul von der Universität Amsterdam unterstreicht die Wichtigkeit einer intensiveren europaweiten Zusammenarbeit der Forschungsinstutionen bei empirischen Vergleichsstudien, die den Wissenstransfer über erfolgreiche Projekte und Instrumente fördern.
  • Andreas Poltermann von der Heinrich-Böll-Stiftung stellt dar, dass die grüne politische Stiftung ihre Aufgabe vor allem in der Beratung der Politik und der Organisation öffentlicher Diskurse über Good Governance der Bildungsintegration sieht. Sein konkreter Vorschlag: Kommunalisierung der Schulpolitik in der Erwartung, dass sich viele deutsche wie Migranteneltern für eine leistungsstarke Gemeinschaftschule aussprechen werden.
  • Ekkehard Thümler von der Vodafone Stiftung betont Interesse und Verantwortung der Wirtschaft für Bildungsintegration und sieht Public-Private-Partnerships als erfolgversprechenden Weg. Dabei umreißt er mit der Gemeinschaftsschule auch den anzustrebenden institutionellen Rahmen für gelingende Bildungsintegration.
  • Ursula Neumann, Mitorganisatorin der Konferenz, fasst die wichtigsten Konferenzergebnisse zusammen: erfolgreiche Bildungs- integration wird von den Schulen erzielt, die Verantwortung übernehmen. Ihre Schulleitungen geben klare Ziele vor, das Kollegium zieht mit; es herrscht ein Schulethos, das von Respekt geprägt ist und gegen Rassismus vorgeht. Gute Schulen kooperieren mit Menschen und Einrichtungen ihrer unmittelbaren Umwelt: mit Eltern, der Jugend- und Sozialarbeit, mit MigrantInnenorganisationen... Schließlich sichert der Staat durch Schulinspektionen die Qualität.