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Bild: Sibille Metz, Grenzüberschreitung, 2004

 

BIBLIOTHEK 'ZWISCHENRAUM'
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GALERIE 'ZWISCHENRAUM'
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ZWISCHENRAUM für KUNST & MIGRATION

ZWISCHENRAUM für Kunst & Migration


G A L E R I E & B I B L I O T H E K

Dieses Open Space Projekt ist ein Forum für künstlerische und literarische Arbeiten, die sich mit den Kernthemen Diversität und Migration auseinandersetzen. Jeden Monat werden in der Galerie und der Bibliothek ZWISCHENRAUM Werke und Selbstkommentare von KünstlerInnen sowie Leseproben und Interviews von AutorInnen vorgestellt.


Sarwawut                                     
Chutiwongpeti
 &  Alina Bronsky

OPEN CALL

Wir laden KünstlerInnen und AutorInnen herzlich ein, 
am
ZWISCHENRAUM für Kunst & Migration mitzuwirken
und
sich mit Proben aus ihrem Werk zu bewerben.

Wir sind interessiert an spannenden Arbeiten
aus unterschiedlichen literarischen Genres
sowie visueller und audio-visueller Kunst und Musik.

Auf Ihre Teilnahme freuen wir uns.

Olga Drossou, Sibel Kara, Sandrine Micosse

Kontakt:
MID-Redaktion
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
E-mail: MID-Redaktion F: 030-28534-183

Anregungen verdankt das Projekt ZWISCHENRAUM für Kunst & Migration der Nobelpreisvorlesung von Heinrich Böll „Versuch über die Vernunft der Poesie“ von 1973, in der er Kunst und Poesie als „Zwischenraum“ beschreibt - als lebendige und transitorische Alltagserfahrung unseres Grundbedürfnisses nach Spielen, Fliegen, Ungebundenheit und Widerstand gegen Zwänge und Zuschreibungen.

Weitere wichtige Anstöße verdankt es der Konzeption des „Dritten Raums“ des postkolonialen Kulturtheoretikers Homi Bhabha. Mit der „Verortung der Kultur“ - so sein bedeutendes Werk von 1994 - im Dritten Raum, dem transitorischen Nicht-Ort einer „transnationalen Kultur“ - öffnet er den Blick für neue Sichtweisen und ein anderes Verständnis von Identitätskonstruktionen und kultureller Interaktion, das über die geläufigen dichotomischen und distanzierenden Gegensätze wie Ich – Anderer, Erste Welt - Dritte Welt, Hier - Dort, Eigen - Fremd weit hinausgeht.

In der künstlerisch verarbeiteten Erfahrung von Migration in den vielfältigen kulturellen Beziehungen entstehen im Zwischenraum – im Transit zwischen dem Hier im Jetzt (dem Aufenthaltsort im historischen Kontext) und dem Dort der Herkunft - neue kulturelle Mischformen aus Erinnerungskultur und Zukunftsperspektiven, hybride Identitäten und neue gesellschaftliche Praxen. Im Zeitalter der Globalisierung und transnationaler Migrationsprozesse verarbeiten und gestalten die Kulturproduzenten aller Art aktiv ihre Lebenswelt und verändern sie dadurch.

Im ZWISCHENRAUM für Kunst und Migration werden unterschiedliche künstlerische Projekte und Selbstverortungen von KünstlerInnen und AutorInnen präsentiert. Entscheidend für die Auswahl ist nicht ihre Herkunft, sondern ihr Werk, ihre besondere Gestaltung des „Zwischen“.

Wir laden ein, AutorInnen und KünstlerInnen unterschiedlicher Generationen und Kunstrichtungen kennenzulernen, die mit ihrem eigenen Ausdruck jenseits gesellschaftlicher Fremdzuschreibungen zur Weiterentwicklung und Bereicherung der Literatur und Kunst im Einwanderungsland Deutschland beitragen.