Gewalt sowie Rassismus sowie gesellschaftliche Ausgrenzung und ungewisser Aufenthaltstatus sind Faktoren, die die körperliche und psychsiche Gesundheit vieler MigrantInnen schädigen. Dies gilt in besonderem Maße für MigrantInnengruppen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Erkrankung an HIV und AIDS, ihrem ungeklärten rechtlichen Aufenthaltsstatus oder ihrem Alter verstärkter gesellschaftlicher Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt sind.
Die Beiträge hier analysieren die Gesundheitssituation dieser besonders benachteilgter MigrantInnengruppen und stellen Anforderungen an das Gesundheitssystem.
- Nivedita Prassad analysiert den Einfluß von Gewalterfahrungen, Rassismus und anderen Diskriminierungsformen sowie ausländerrechtlicher Einschränkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit von MigrantInnen.
- Gabriele Dennert befasst sich mit der Gesundheitsversorgung von homosexuellen MigrantInnen, die gesellschaftlich wenig wahrgenommen und erforscht werden.
- Eléne Misbach und Josephine Jenssen beschäftigen sich mit der schwierigen Aufgabe der medizinischen Versorgung illegalisierter Menschen, die keinen Zugang auf Bildung, Arbeit und Gesundheitswesen in Deutschland haben.
- Rosaline M’bayo berichtet über ihre Erfahrungen als Gesundheits- und Sozialberaterin und die besonderen Probleme HIV- und AIDS-erkranter afrikanischer MigrantInnen.
- Feyza Palecek erläutert die verschiedenen Erfordernisse, die in der Altenhilfe bei der Betreuung und im Falle der Pflegebedürftigkeit älterer MigrantInnen zu beachten sind.