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ÜBERSICHT

Ökonomische Ressourcen von Migration und Integration
von Hans Dietrich von Loeffelholz (weiter)

Entwicklung durch Migration: Globalisierung auch für Menschen
von Dietrich Thränhardt (weiter)

Städtische Wirtschaftspotenziale von Migration und Integration am Beispiel der Stadt Stuttgart
von Gari Pavković (weiter)

"Erfolgreiche" Strategien und Wege von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Übergang Schule - Ausbildung
von Mona Granato (weiter)

Spezialisten mit Migrationshintergrund als Potenzial für die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft
von Swetlana Franken (weiter)

Ethnische Ökonomie - Unternehmen von Zuwanderern in Deutschland.
von Faruk Şen (weiter)

Ethnomarketing in Deutschland
von Ekkehart Schmidt-Fink (weiter)

Wirtschaftliche Chancen durch Antidiskriminierung, Diversity, Integration und Migration
Ein Literaturüberblick von Andreas Merx (weiter)

"Grüne Marktwirtschaft": Wirtschaftliche Chancen nutzen, Potentiale der Einwanderung fördern
(weiter)

Internationalität und Interkulturalität als wirtschaftliche Chance
Ein Interview mit Erman Tanyildiz, Gründer der OTA-Hochschule (weiter)

OECD mahnt mangelnde Integration der Zuwanderer an und rät zur vereinfachten Zuwanderung
(weiter)

Zuzug Hochqualifizierter stärkt Innovationskraft der Regionen
Die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung stellt Elena Gutjahr vor. (weiter)

Fremdsprachen- und Interkulturelle Kenntnisse als Wirtschaftsfaktor
Eine Untersuchung im Auftrag der EU-Kommission (weiter)

 
 
DOSSIER Wirtschaftliche Potenziale von Migration & Integration
Der migrationspolitische Diskurs in Deutschland ist stark an Defiziten orientiert und stets negativ konnotiert. Entsprechend ist auch die öffentliche Wahrnehmung: zu viele Migranten - zu viele Probleme. Dass mit Migration und Integration auch ökonomische Chancen verbunden sind und dass viele Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund bei uns brachliegen, wird kaum erkannt und viel zu wenig praktisch beherzigt.

Bisher hat die Politik eine auch ökonomisch sinnvolle Öffnung des Arbeitsmarktes für EinwanderInnen verhindert. Trotz anderslautender Bekenntnisse - tut sie zu wenig, um die Integration der in Deutschland lebenden MigrantInnen in den Arbeitsmarkt zu verbessern und folgt im Prinzip dem Motto „Abwehr mit Ausnahmen“. Deutschland verspielt damit wirtschaftliche Möglichkeiten und droht im internationalen Wettbewerb, im „Kampf um die besten Talente“, Anschluss zu verlieren.

Für hochqualifizierte MigrantInnen kommt Deutschland bald nur als Transitland in Betracht. Als Einwanderungsland wird Deutschland immer unattraktiver und droht provinziell zu werden. Immer mehr hoch qualifizierte Menschen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland geboren und ausgebildet wurden, suchen frustriert über Diskriminierungen und verwehrten Aufstiegschancen in anderen Ländern Arbeit und wandern schließlich aus. 

Wir wollen die wirtschaftlichen Chancen durch Migration und Integration vor Augen führen und die politischen Argumente mit Zahlen und empirischen Studien untermauern. Die tatsächlich vorhandenen Probleme sollen dabei gar nicht geleugnet werden - sie werden aber durch die herrschende, im übrigen politisch auch ertragreiche Fixierung auf die "Defizite" eher nur vergrößert.

Die Wende zum Besseren braucht Weitsicht und einen Perpektivenwechsel, sie braucht „Neue Allianzen für Integration“. Hier soll ein Baukasten mit Argumentationsmaterial für einen anderen, weitsichtigeren Diskurs über Chancen und Potenziale von Migration und Integration aufgebaut werden, der auch für die Bereiche Arbeitsmarkt und Wirtschaft die offensiven statt die reaktiv-defensiven Argumente unterstützen kann. Die Vorstellung innovativer Ansätze aus der Theorie und der Praxis in diesen Bereichen sollen den Anschluss an die internationale Diskussion über die Notwendigkeit eines pragmatischen Umgangs mit den Chancen ethnisch-kultureller Vielfalt und gezielter Einwanderungs- und Integrationspolitik in der globalisierten Wirtschaft möglich machen.

Konzeption und Redaktion des Dossiers: Andreas Merx.
Verantwortlich, Olga Drossou, MID-Redaktion.
Juni 2007