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Bild: Günther Beckers "Boatpeople 1"

 

ÜBERSICHT

Zwischen Repression und Integration: Wie gehen Kommunen mit dem Problem der Illegalität um?
von Simone Buckel (weiter)

Grundrechte für Familien im illegalen Aufenthalt gewährleisten
von Christa Goetsch & Antje Möller (weiter)

Die Lebenssituation von Menschen ohne Papiere in Köln
von Maren Wilmes (weiter)

Gesundheitsversorgung für Menschen in der Illegalität
von Elène Misbach (weiter)

Vom Weltmarkt in den Privathaushalt. Die ‚neuen Dienstmädchen’ im Zeit- alter der Globalisierung
von Helma Lutz (weiter)

 
 
Dossier Leben in der Illegalität
Illegalisierte MigrantInnen sind in nahezu allen Lebensbereichen prekären Bedingungen ausgesetzt: Der Zugang zu Bildung und Gesundheit steht ebenso in Frage wie arbeitsrechtlicher Schutz und Zugang zu materiellen Ressourcen und Wohnraum. Jedoch gibt es trotz repressiver Politik auf Bundesebene Spielräume für Kommunen im Umgang mit illegalisierten MigrantInnen.
  • Simone Buckel zeigt dieses Spannungsverhältnis von nationaler und lokaler Ebene auf und illustriert anhand ausgewählter Beispiele aus verschiedenen europäischen Kommunen, auf welche Weise sich Handlungsspielräume für den Umgang mit irregulären MigrantInnen erschließen lassen.
  • Die Grünen Politikerinnen Christa Goetsch und Antje Möller zeigen am Beispiel der Politik des Hamburger Senats, wie die Spielräume z.B. beim Zugang zu Bildung für Kinder illegalisierter MigrantInnen eingegrenzt werden und wie die Verantwortung des Staates für diese Menschen auf zivilgesellschaftliche Akteure abwälzt wird.
  • Die  Gefahr entdeckt zu werden, macht  für illegalisierte MigrantInnen die Inanspruchnahme ärztlicher Behandlung zu einem unkalkulierbaren Risiko. Eléne Misbach vom Medibüro Berlin, das sich mit der Vermittlung an ÄrztInnen und der Finanzierung der Behandlung über Spenden beschäftigt, verknüpft die konkrete Unterstützungsarbeit mit politischen Forderungen, die über die Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung hinausreichen.
  • Maren Wilmes stellt die Ergebnisse einer aktuelle Studie im Auftrag der Stadt Köln vor, die die Auswirkungen des irregulären Aufenthaltsstatus auf den Lebensalltag der MigrantInnen, insbesondere auf die Bereiche Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Bildung untersucht.
  • Helma Lutz zeigt die Verbindung von Haushaltsarbeit, die in wachsendem Maße von illegalisierten Migrantinnen geleistet wird, und Entwicklungen auf dem Weltmarkt auf.  Hier besteht ein Wechselverhältnis, welches sich im Privathaushalt in der gegenseitigen hierarchischen Abhängigkeit von Arbeitnehmerin und Arbeitgeberin kristallisiert.