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Foto: colina-foto, www.flickr.com

 

BEITRÄGE

Dahoam ist dahoam! Der Alltag in einem Münchner Flüchtlingslager
von Uche Akpulu (weiter)

Flüchtlingspolitik als Lagerpolitik
von Tobias Pieper (weiter)

Protest von unten – Kampf gegen diskriminierende Flüchtlingspolitik und die Kampagne Abolish!
von Benjamin Rau (weiter)

Flüchtlingsfrauen in Deutschland – Unterstützungsprojekte aus Bayern
von Agnes Andrae und Anne Maya (weiter)

Heimat hat keinen Plural - Fünf Videointerviews mit Flüchtlingen in Deutschland
von nezfilms (weiter)

 
 
DOSSIER Asyl- und Flüchtlingspolitik in Europa: Grenz- statt Menschenschutz?
Schon seit Ende der 1990er Jahre wehren sich Flüchtlinge in Deutschland gegen Lagerunterbringung und Mangelversorgung durch nicht adäquate Essenspakete, Essensgutscheine und verminderte Sozialhilfesätze sowie reduzierte Gesundheitsversorgung. Dabei kommt dem Lager als halboffener, dezentraler Struktur der Flüchtlingsunterbringung in etlichen Bundesländern ein besonders negativer Stellenwert zu. In den Gesetzen und Durchführungsverordnungen mag die Unterbringung in so genannten Sammelunterkünften zwar eher harmlos klingen, de facto bedeutet die Lagerunterbringung aber einen ganz konkreten Ausschluss aus der Gesellschaft sowie eine Einschränkung des persönlichen Handlungsspektrums im alltäglichen Leben.

Flüchtlinge haben sich immer wieder gegen die mit der Lagerunterbringung verbundenen Gängelungen und Drangsalierungen gewehrt. Nachdem die Bundesregierung erklärt hat, dass das Asylbewerberleistungsgesetz, welches zahlreiche Schikanen gegenüber Flüchtlingen ermöglicht, wohl grundgesetzwidrig ist, gibt es mit der Abolish-Kampagne nun eine Bündelung der vielen individuellen, lokalen und regionalen Widerstandshandlungen.

  • Tobias Pieper zeigt in seinem Beitrag auf, das Lager schon lange ein zentraler Bestandteil europäischer und deutscher Flüchtlingspolitik gewesen sind, der eine bestimmte Funktion erfüllt.
  • Uche Akpulu schildert aus der Perspektive eines Flüchtlings die Konsequenzen, die die aktuelle Asylgesetzgebung in Deutschland für Schutzsuchende hat.
  • Benjamin Rau gibt einen Überblick über politischen Mobilisierungen von unten, die sich gegen das Asylbewerberleistungsgesetz richten.
  • Agnes Andrae und Anna Maya beschreiben die Situation von Flüchtlingsfrauen in Deutschland und diskutieren anhand zweier Projekte, was getan werden kann, um ihre Situation zu verbessern.
  • Im Interviewarchiv „Heimat hat keinen Plural“ der Dokumentarfilmer Jan Gerritzen und Iván López Tomé von nezfilms kommen Flüchtlinge zu Wort, die seit Jahren in Deutschland leben.